ERP- und WMS-Anbindungen für durchgängige Daten
ERP steht für Enterprise Resource Planning, also die zentrale Unternehmenssoftware. WMS steht für Warehouse Management System, die Software zur Lagersteuerung. Wir prüfen, wie beide Welten mit unseren Prozessen zusammenarbeiten können.
Das Video erklärt schematisch, welche Daten zwischen Ihrem ERP- oder WMS-System und unseren Prozessen ausgetauscht werden und wie eine Anbindung geprüft und eingerichtet wird. Das Video wird erst nach Ihrem Klick geladen. Vorher werden keine externen Inhalte abgerufen.
Dauer: 0:30Datenaustausch statt Tabellenpflege
Wenn Aufträge per E-Mail und Bestände per Tabelle wandern, entstehen Verzögerungen und Fehler. Eine technische Anbindung löst das: Auftragsdaten kommen strukturiert an, Bestände und Sendungsstatus werden zurückgemeldet. Welche Wege dafür konkret in Frage kommen, hängt von Ihren Systemen ab – wir klären das vor Projektbeginn.
Leistungsumfang
- Prüfung der Anbindungsmöglichkeiten an bestehende ERP-Systeme
- Anbindung über Schnittstellen (API)
- Prüfung der Anbindungsmöglichkeiten an WMS-Systeme
- Vorhandene beziehungsweise mögliche Anbindung an JTL und Pulpo
- Automatisierter Datenaustausch für Auftrags-, Artikel- und Bestandsdaten
- Bestands- und Statusübermittlung an Ihr System
- Skalierbare technische Schnittstellen für wachsende Datenmengen
- Abstimmung von Datenformaten, Übergabepunkten und Intervallen
Der konkrete Funktionsumfang einer Anbindung hängt vom eingesetzten System und dessen Schnittstellen ab. Wir sichern keine Integration zu, die im Einzelfall nicht geprüft wurde – die Machbarkeit klären wir vor Projektbeginn.
Wie funktioniert die Anbindung eines WMS an ein ERP-System?
Beide Systeme führen einen Teil derselben Wirklichkeit. Das ERP kennt die kaufmännische Seite: Artikel, Preise, Kundenaufträge, Rechnungen. Das WMS kennt die körperliche: welcher Artikel liegt auf welchem Platz, was ist reserviert, was ist kommissioniert. Solange beide nicht miteinander sprechen, muss jemand denselben Vorgang zweimal erfassen – und die Abweichung fällt erst bei der Inventur auf.
Eine Anbindung legt fest, welche Daten in welche Richtung fließen. Vom ERP in das WMS gehen üblicherweise Artikelstammdaten, Kundenaufträge und Anlieferavise. Zurück in das ERP gehen Bestandsveränderungen, Kommissionier- und Versandmeldungen, Sendungsnummern und Retouren. Wichtig ist die Festlegung, welches System bei welcher Angabe die führende Quelle ist – ohne diese Entscheidung überschreiben sich beide gegenseitig.
Technisch gibt es dafür drei übliche Wege:
- Dateiaustausch: Beide Seiten legen Dateien in einem vereinbarten Format auf einem Server ab und holen sie in festen Abständen ab. Robust und einfach, aber nicht in Echtzeit.
- Direkte Schnittstelle: Die Systeme rufen sich gegenseitig auf und tauschen Daten unmittelbar aus. Aktueller, dafür aufwendiger in der Einrichtung.
- Middleware: Eine Zwischenschicht übersetzt zwischen beiden Seiten. Sinnvoll, wenn mehrere Systeme zusammenkommen oder die Formate weit auseinanderliegen.
Welcher Weg passt, entscheidet sich weniger an der Technik als an zwei Fragen: Wie viele Aufträge fallen an, und wie aktuell muss der Bestand im Onlineshop sein? Bei wenigen Aufträgen am Tag genügt ein Abgleich im Stundentakt. Wer stündlich hunderte Bestellungen bekommt und mit knappen Beständen arbeitet, braucht die direkte Schnittstelle.
Der häufigste Stolperstein ist nicht die Schnittstelle, sondern die Artikelnummer. Wenn dieselbe Ware im ERP anders heißt als im Lager, scheitert jede Übertragung an derselben Stelle. Vor der Anbindung steht deshalb immer eine Bereinigung der Stammdaten und ein vollständiger Bestandsabgleich. Danach läuft die Verbindung eine Zeit lang im Parallelbetrieb mit, bevor umgeschaltet wird.
Ihre Vorteile
Weniger manuelle Übertragung
Auftrags- und Bestandsdaten werden übergeben, statt abgetippt zu werden.
Aktueller Datenstand
Bestände und Sendungsstatus lassen sich in vereinbarten Intervallen zurückmelden.
Passt zu Ihrer Systemlandschaft
Wir richten uns nach dem, was Sie einsetzen – nicht umgekehrt.
Definierte Übergabepunkte
Formate, Felder und Zeitpunkte werden schriftlich festgelegt.
Typischer Prozessablauf
Systemaufnahme
Wir erfassen, welche Systeme Sie einsetzen und welche Schnittstellen dort zur Verfügung stehen.
Machbarkeit prüfen
Wir prüfen, welche Daten in welcher Richtung und in welchem Format ausgetauscht werden können.
Einrichtung und Test
Die Anbindung wird eingerichtet und mit Testdaten überprüft, bevor sie produktiv geht.
Betrieb und Anpassung
Die Anbindung läuft im Regelbetrieb; Änderungen an Sortiment oder Prozessen werden nachgeführt.
Geeignete Einsatzbereiche
- Unternehmen mit bestehendem ERP-System
- Betriebe, die ein WMS einsetzen oder einführen
- Onlinehändler mit angebundenem Shopsystem
- Unternehmen mit hohem manuellem Übertragungsaufwand
- Projekte mit mehreren Datenquellen
- Unternehmen, die Bestände systemseitig sehen möchten
Häufig gestellte Fragen
ERP steht für Enterprise Resource Planning – die zentrale Unternehmenssoftware für Aufträge, Artikel und Bestände. WMS steht für Warehouse Management System, also die Software zur Steuerung von Lagerprozessen.
Eine Anbindung an JTL und Pulpo ist grundsätzlich vorgesehen beziehungsweise möglich. Was im konkreten Projekt umsetzbar ist, prüfen wir anhand Ihrer Systemversion und der verfügbaren Schnittstellen.
Typischerweise Artikel- und Auftragsdaten in Ihre Richtung und Bestands- sowie Statusdaten zurück. Der genaue Umfang wird gemeinsam festgelegt.
Dann prüfen wir alternative Wege, etwa strukturierte Dateiübergaben in definierten Intervallen. Auch das reduziert manuellen Aufwand deutlich.
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